Vorschau 1. Bundesliga Herren

02.09.21

Das Eröffnungsspiel in der 1. Herren-Bundesliga bestreiten an diesem Samstag Aufsteiger SC Frankfurt 80 und der Berliner HC. Alle anderen Teams starten erst am Sonntag in die Spielzeit 2021/22. Titelverteidiger Rot-Weiss Köln trifft zum Auftakt auf den Nürnberger HTC, der sich seine Erstliga-Zugehörigkeit zuletzt mit einem Sieg im entscheidenden Playdown-Spiel gegen den Crefelder HTC gesichert hat.

Köln darf sich in der Offensive über den Zugang von Mülheims Torjäger Frederik Nyström freuen, dafür wechselt jedoch Nachwuchstalent Lasse Mink zum Hamburger Polo-Club. Mit ansonsten nahezu unverändertem Kader und Tokio-Olympiasieger Vincent Vanasch im Tor will Köln auch in dieser Saison wieder um den Wimpel mitspielen. Dennoch blieb der Meister zuletzt beim Liga-Cup hinter den Erwartungen zurück und wurde nur Siebter.

Nürnberg geht erneut mit dem Ziel Klassenverbleib ins Rennen, hat aber den schmerzlichen Abgang von Strafecken-Schütze Dario Benke zum TSV Mannheim Hockey zu beklagen. Benke und der TSVMH starten auswärts beim Harvestehuder THC, der zuletzt mit der Finalteilnahme beim Liga-Cup auf sich aufmerksam machte. Erst im Penaltyschießen musste sich der HTHC in Krefeld Uhlenhorst Mülheim geschlagen geben. Die Hanseaten haben sich auch gut verstärkt, allen voran DHC-Torjäger Masi Pfandt, der Argentinier Thomas Habif sowie Fülöp Losconci vom SV Arminen Wien. Insbesondere Pfandt und Losconci haben bereits ihre Knipserqualitäten unter Beweis gestellt.

Der TSVMH um Nationalkeeper Alex Stadler hat sich auch diesmal wieder das Ziel Klassenverbleib gesetzt. Vize-Meister und Liga-Cup-Champion Mülheim empfängt zum Auftakt den UHC Hamburg. Die Mülheimer Neuzugänge Lucas Toscani und Henrik Mertgens überzeugten bereits ebenfalls beim Liga-Cup, jedoch stehen ihnen auch die Abgänge der Routiniers Benedikt Fürk und Tobi Matania gegenüber. Dennoch will das Team von Coach Thilo Stralkowski auch in dieser Saison nach dem blauen Wimpel greifen.

Der UHC hat als einziger Erstligist nicht am neuen Liga-Cup teilgenommen. Dem Team von Trainer Benedikt Schmidt-Busse fehlen Jan-Philipp Rabente (Karriereende) und Keeper Tommy Alexander, der zu Alster gewechselt ist. Dennoch will Schmidt-Busse das junge Team weiter in Richtung Top-Mannschaft entwickeln und sich früh in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Lokalrivale Club an der Alster empfängt den Mannheimer HC. Bei den Hanseaten überzeugte bereits der kanadische Neuzugang Brendan Guraliuk als Torjäger. Gegner MHC möchte auch diesmal wieder das Final Four erreichen. Beim Liga-Cup belegten die ambitionierten Kurpfälzer Rang vier.

In die Endrunde wollen diesmal auch die Herren des Hamburger Polo-Clubs. Mit Diede van Puffelen aus Rotterdam, Neuseelands Nationalspieler Hugo Inglis, Flottbeks Paul Smith und Kölns Lasse Mink hat sich das Team von Coach Matthias Witthaus enorm verstärkt, um diese Saison den Sprung ins Final Four zu schaffen. Auftaktgegner ist der Aufsteiger vom Düsseldorfer HC. Hier machte beim Liga-Cup insbesondere Strafeckenspezialist Niki Braun als Neuzugang aus Gladbach auf sich aufmerksam.

Als Favorit ins Eröffnungsspiel geht der Berliner HC als Final Four -Teilnehmer und Dritter des Liga-Cups. Der Hauptstadtclub muss jedoch das Karriereende von Olympiasieger Martin Häner und den Wechsel von Keeper Moritz Kentmann in die Niederlande kompensieren. Dafür wechselte US-Nationaltorwart Jonathan Klages zurück vom Bezirksnachbarn Zehlendorfer Wespen. Aufsteiger Frankfurt hat sich als Ziel den Liga-Verbleib gesetzt.

Gespielt wird wie zuletzt auch in zwei Gruppen basierend auf der Platzierung der Vorsaison. Gegen die Gegner aus der eigenen Gruppe gibt es ein Hin- und Rückspiel, mit den Teams der anderen Gruppe nur ein Duell. Nach insgesamt 16 Vorrundenspielen ziehen dann die jeweils besten Vier jeder Staffel ins Playoff-Viertelfinale (Best of Three) ein. Die beiden Letztplatzierten spielen überkreuz die Playdowns (Best-of-Five) und damit die Zweitliga-Absteiger aus.

In der Staffel A spielen Rot-Weiss Köln, der Berliner HC, der Hamburger Polo-Club, der Club an der Alster sowie der TSV Mannheim Hockey und Aufsteiger SC Frankfurt 80. Der Gruppe B umfasst Uhlenhorst Mülheim, den Mannheimer HC, den UHC Hamburg, den Harvestehuder THC, den Nürnberger HTC sowie Aufsteiger Düsseldorfer HC.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf