Vorschau 1. Bundesliga Damen

02.09.21

Die neue Saison in der 1. Bundesliga der Damen wird an diesem Samstag mit den Duellen Berliner HC gegen Uhlenhorst Mülheim und UHC Hamburg gegen den Münchner SC eröffnet. Am Sonntag greifen dann alle weiteren acht Erstligisten ins Saisongeschehen ein. Der deutsche Meister Düsseldorfer HC empfängt zum Auftakt den Großflottbeker THGC.

Die Hamburgerinnen konnten in der vergangenen Saison gerade noch so den Abstieg in den Playdowns gegen den Rüsselsheimer RK abwenden, haben sich für diese Saison aber mit argentinischen, polnischen und spanischen Nationalspielerinnen enorm verstärkt. Das Team von Trainerin Katharina Frank ist in diesem Jahr auf jeden Fall ein Viertelfinal-Kandidat, hinzukommt, dass Olympionikin und Ausnahmetalent Jette Fleschütz gehalten werden konnte.

Düsseldorf hat bereits am vergangenen Wochenende mit dem Sieg bei der Premiere des Liga-Cups unter Beweis gestellt, dass auch der DM-Titel in dieser Saison nur über die Rheinländerinnen gehen wird. Das ohnehin schon starke Team um Nationalspielerin Selin Oruz darf sich zudem über den Wechsel von A-Kader-Athletin Maike Schaunig und der Spanierin Clara Canal freuen.

Vizemeister und Ligacup-Finalist MHC muss zum Auftakt beim Harvestehuder THC antreten. Die Mannheimerinnen haben in Olympionikin Sonja Zimmermann (Auslandsemester in Paris), Julia Meffert und Martina Cavallero zwar drei namhafte Abgänge zu verzeichnen, konnten dafür aber die Mülheimerin Aina Kresken gewinnen, die sich bereits beim Liga-Cup in die Torschützenliste eingetragen hat. Auch Harvestehude zeigte sich bereits in guter Form und gewann als bundesweit einziges Team alle fünf Spiele der Vorrunde des Liga-Cups. Auch beim Finalturnier gab es nur eine Niederlage im Viertelfinale gegen den DHC, am Ende belegte das Team von Christian Blunck Platz fünf vorm Lokalrivalen Club an der Alster.

Alster, das in der vergangenen Saison im DM-Halbfinale gescheitert war, konnte beim Liga-Cup mit Rang sechs noch nicht ganz überzeugen. Mit Benedetta Wenzel (BHC), Kira Horn (Amsterdam) und Hannah Gablac (Pause) verlieren die Hamburgerinnen ein starkes Trio, verfügen aber dennoch über einen mit den Olympioniken Lisa Altenburg, Anne Schröder, Viktoria Huse und Hanna Granitzki gespickten, hochklassigen Kader, der erneut um den Titel mitspielen will. Die Hamburgerinnen beginnen ihre Saison beim Aufsteiger Club Raffelberg, der sich zunächst als Team im Oberhaus weiterentwickeln will.

Der Ligacup-Dritte Rot-Weiss Köln startet beim TuS Lichterfelde in Berlin, dem zweiten Aufsteiger. Obwohl das Team von Markus Lonnes zunächst auf die Nationalspielerinnen Nike Lorenz und Cécile Pieper sowie Liv Arndt aufgrund von Auslandsaufenthalten verzichten muss, gibt der KTHC das Saisonziel deutscher Meister aus. TuSLi hingegen fokussiert sich zunächst nur auf die Stabilisierung der eigenen Leistung in Liga eins.

Der Berliner HC muss nun ohne Routinier Svenja Schuermann (Karriereende) auskommen, konnte sich mit Alsters Benedetta Wenzel aber gut verstärken. Das erste Ausrufezeichen setzte der Hauptstadtclub bereits mit seinem Viertelfinal-Erfolg beim Liga-Cup gegen Alster. Auftaktgegner Mülheim muss sich nach den prominenten Abgängen von Aina Kresken (MHC), Katharina Kiefer (HTHC) und Maike Schaunig (DHC) hingegen erst neu sortieren und will auf jeden Fall die Playdowns vermeiden.

Am Sonntag tritt Uhlenhorst beim Namensvetter in Hamburg an. Beim UHC gibt Johannes Persoon seinen Einstand als Cheftrainer einer jungen Truppe. Nationalstürmerin Charlotte Stapenhorst kehrte in ihre Heimat zu den Zehlendorfer Wespen zurück, Kristina Hillmann beendete ihre Karriere, Hannah Seifert und Janne Müller-Wieland pausieren. Bereits am Samstag empfängt der UHC den MSC. München unter Neu-Coach Jan Henseler möchte nach eigenen Angaben so viele Spiele wie möglich gewinnen und damit ein erneutes Playdown vermeiden.

Gespielt wird wie zuletzt auch in zwei Gruppen basierend auf der Platzierung der Vorsaison. Gegen die Gegner der eigenen Gruppe gibt es ein Hin- und Rückspiel, mit den Teams der anderen Gruppe nur ein Duell. Nach insgesamt 16 Vorrundenspielen ziehen dann die jeweils besten Vier jeder Staffel ins Playoff-Viertelfinale (Best of Three) ein. Die beiden Letztplatzierten spielen überkreuz die Playdowns (Best-of-Five) und damit die Zweitliga-Absteiger aus.

In der Staffel A spielen der Düsseldorfer HC, Rot-Weiss Köln, der UHC Hamburg, Uhlenhorst Mülheim, der Münchner SC und Aufsteiger TuS Lichterfelde. Die Staffel B umfasst den Mannheimer HC, den Club an der Alster, den Harvestehuder THC, den Berliner HC, den Großflottbeker THGC und Aufsteiger Club Raffelberg.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf