TSVMH und DHC erreichen Endrunde, CHTC und MSC raus

22.08.21

In der Vorrunde Süd des 1. Liga-Cups der Hockey-Bundesliga hat sich der Düsseldorfer HC dank eines 5:0 im letzten Spiel gegen Frankfurt 80 das noch verbleibende Viertelfinalticket gesichert.
Zuvor qualifizierte sich bereits der TSV Mannheim Hockey mit seinem 1:0 gegen den NHTC. Dadurch fiel der CHTC nach seiner 0:3-Niederlage gegen München aus den Top Zwei, der MSC wurde trotz zwei Siegen am Sonntag noch von Düsseldorf überholt.

Der Münchner SC gewann am Sonntag zunächst mit 1:0 gegen den gastgebenden TSVMH und brachte im Anschluss dem Crefelder HTC beim 3:0 die erste Niederlage bei. Auch die Herren des zuletzt aufstrebenden Aufsteigers SC Frankfurt 80 holten am Morgen beim 3:3 einen Punkt gegen Krefeld und durften zunächst weiter aufs Viertelfinale hoffen. Doch der Düsseldorfer HC machte 80 später im Duell der Erstliga-Aufsteiger beim 5:0 einen dicken Strich durch die Rechnung.

Die bis dato noch ungeschlagenen Krefelder hatten am Sonntagmorgen gegen Frankfurt den besseren Start erwischt und direkt im ersten Viertel nach Grüner Karte gegen Frankfurts Magnus Hautzel das 1:0 durch Jonathan Ehling erzielt. Obwohl in einer anschließenden Strafecke das 2:0 verpasst wurde, nutze Elias Friedrich zu Beginn des zweiten Viertels die nächste Ecken-Chance, um die Führung auszubauen. Brian Philippsen verkürzte für die Hessen ebenfalls im zweiten Durchgang, doch nahezu im direkten Gegenzug verwandelte Linus Michler eine Strafecke zum 3:1 für den CHTC.

Nachdem der Absteiger eine weitere Ecke im zweiten Abschnitt liegen ließ, verkürzte Jan Werner zu Beginn des dritten Abschnitts. Trotz erneuter Grüner Karte, diesmal gegen Julius Breucker, rannte Frankfurt an und wollte den Ausgleich. Die Mühe zahlte sich aus, denn keine Minute später war es wieder Werner, diesmal mit dem 3:3 per Strafecke. Der CHTC hatte in der allerletzten Spielminute noch die Riesenchance zum Siegtreffer, konnte seine Ecke aber nicht nutzen. So blieb es beim Remis, das beide Teams zunächst weiter auf die Endrundenteilnahme hoffen ließ.

Dadurch, dass Gastgeber TSVMH im Anschluss mit 0:1 gegen München verlor, konnte sogar der MSC mit seinem Sieg gegen Krefeld plötzlich wieder in die Viertelfinalqualifikation eingreifen. Der MSC spielte im Vergleich zu den beiden Niederlagen vom Vortag wie ausgewechselt, war deutlich griffiger und hielt die TSVMH-Abwehr in Atem. Der Führungstreffer durch Xaver Kalixs Strafeckentor war im ersten Viertel auch mehr als verdient. Mannheim agierte nach dem Rückstand deutlich aktiver und kam in der Folge zu mehreren Strafecken, die aber alle ungenutzt blieben. Die letzten drei Minuten warfen die Gastgeber ohne Torwart mit elf Mann alles nach vorn, wurden aber nicht belohnt. So jubelte am Ende der Zweitligist um Matchwinner Kalix.

Doch das Team von Coach Patrick Fritsche war noch nicht fertig: Am Sonntagnachmittag folgte ein 3:0-Erfolg gegen die immer noch unbesiegten Krefelder. Während München nun zumindest übergangsweise die Tabelle anführt, musste Favorit Krefeld jetzt um die Teilnahme an der Heim-Endrunde bangen. Kalix hatte den MSC per Siebenmeter in Führung gebracht, ehe Jonathan Ehling ebenfalls im zweiten Durchgang per Strafecke scheiterte. Besser machte es Münchens Ben Kramer und traf per Ecke zum 2:0.

Die Rheinländer konnten zu Beginn des dritten Viertels eine weitere Ecke nicht nutzen, dies rächte sich, als Christian Schellinger kurz vor Ende des dritten Abschnitts zum 3:0 einschoss. Im letzten Viertel verwaltete Zweitligist München seine Führung und musste die Ergebnisse der Konkurrenz abwarten, ehe die Viertelfinalisten feststanden.

Das erste Ticket sicherte sich der TSVMH aus eigener Kraft. Matchwinner beim 1:0 gegen Schlusslicht Nürnberg war Dario Benke mit seinem Siebenmeter-Tor im ersten Viertel. Zuvor hatte Routinier Philipp Schlageter einen Siebenmeter vergeben, ehe Benke es besser machte. Im Schlussabschnitt hätte der Torschütze sogar nochmal treffen können, vergab aber die Strafecke. Dennoch reichten die drei Punkte, um sich mit zehn Punkten vorerst an die Tabellenspitze zu setzen.

Zuvor hatte auch der Düsseldorfer HC beim 3:1 über den sieglosen Nürnberger HTC seinen zweiten Dreier eingefahren. Moritz Butt, Timm Weingartz und Niki Braun erzielten die Tore für den Aufsteiger, für den NHTC war Lukas Schamberger mit dem zwischenzeitlichen 1:2 erfolgreich.

Zum Abschluss der Mannheimer Vorrunde traf Düsseldorf auf Frankfurt, eine Konstellation, die es in sich hatte. Frankfurt wäre mit einem Sieg sicher im Viertelfinale gewesen, Düsseldorf brauchte einen Sieg mit mindestens fünf Toren Differenz. Bei allen anderen Konstellationen wäre München der lachende Dritte gewesen, Krefeld war nach dem Mannheimer Sieg ausgeschieden.

Im Duell der Aufsteiger schien Düsseldorf noch deutlich mehr Körner zu haben und spielte zeitweise nur auf ein Tor. Der überragende Goalgetter Niki Braun schoss mit seinem Hattrick eine 3:0-Führung heraus, ehe Moritz Butt im dritten Viertel per Siebenmeter nachlegte. Jetzt hatte der DHC das Endrunden-Ticket vor Augen und wollte unbedingt den fünften Treffer. Dieser gelang Julius Hayner drei Minuten vor dem Ende, sodass die Rheinländer die Überraschung perfekt machten.

Enttäuschte Gesichter gab es hingegen beim CHTC, der nun bei der Endrunde auf eigener Anlage zuschauen muss. Auch München wurde für den Schlussspurt am Sonntag nicht belohnt. In der Tabelle steht Mannheim ganz oben, es folgen Düsseldorf, München, Krefeld, Frankfurt und die sieglosen Nürnberger.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Fabian Matalla