UHC und MHC gewinnen Viertelfinal-Auftakt, Überraschung im Playdown

25.04.21

Die Damen vom UHC Hamburg sowie die Herren des Mannheimer HC sind siegreich in die Viertelfinal-Playoffs gestartet. UHC bezwang Köln im Shootout, MHC gewann mit 1:0 beim HTHC. In den Playdowns überraschte Nürnberg mit einem Sieg im Penaltyschießen gegen den leicht favorisierten CHTC, während der TSV mit 1:0 in Großflottbek triumphierte. In der Relegation der Damen legte der Münchner SC mit einem 2:1 bei den Wespen vor.

Im Herren-Duell zwischen Harvestehude und dem Mannheimer HC machte am Ende ein Eckentreffer von Gonzalo Peillat den Unterschied. Bereits im ersten Viertel verpassten die Hanseaten die Großchance zur Führung, ehe Mannheim im Anschluss an seine erste Strafecke einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Argentiniens Olympiasieger Peillat trat an, vergab aber gegen HTHC-Keeper Anton Brinckman. Die Partie blieb auch in den folgenden Vierteln torlos, ehe Peillat im Schlussabschnitt den Bann brach. Der HTHC hätte mit zwei Strafecken noch einmal ausgleichen können, konnte die MHC-Defensive aber nicht überwinden.

Das mit Spannung erwartete erste Damen-Viertelfinale zwischen Köln und dem UHC entschieden am Ende die Hanseatinnen durch ein 3:2 im Shootout für sich. Den entscheidenden Treffer markierte Charlotte Stapenhorst als zehnte Schützin. Dabei hatte Rot-Weiss im Penaltyschießen durch Tore von Pia Maertens und Nike Lorenz schon 2:0 geführt, der UHC egalisierte aber durch Hannah Seifert und Teresa Martin-Pelegrina. Auch beim 3:3 in der regulären Spielzeit hatten sich beide Teams zuvor nichts geschenkt. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe Emma Boermans den ersten Treffer der Partie erzielte. Lena Micheel verwandelte kurz vor der Halbzeitpause eine UHC-Ecke mit einem strammen Schlag zum 1:1, ehe nach Wiederanpfiff Köln wieder vorlegte.

Diesmal war Rebecca Grote per Strafecken-Ableger für die Domstädterinnen zum 2:1 erfolgreich, doch die Gäste drehten das Spiel. Erst tippte Amelie Wortmann den Ball nach guter Vorarbeit von Martin-Pelegrina ins Tor, dann fing Sofie Stomps im Schlussabschnitt einen Kölner Seitenausball ab und leitete den Konter ein. Diesen verwerte Micheel mit ihrem zweiten Treffer in der Partie zu erstmaligen Führung. Die Freude wehrte aber nicht lange, denn im direkten Gegenzug glich Grote per Siebenmeter zum 3:3 aus, sodass der Shootout entscheiden musste.

In den Playdowns gehen Nürnberg, München und der TSV Mannheim mit einem Sieg im Rücken ins nächste Duell, während Krefeld, die Wespen und Großflottbek zum Gewinnen verdammt sind, um den direkten Abstieg zu vermeiden.

Im Duell der reaktivierten Olympiasieger Christopher Wesley auf NHTC- und Oskar Deecke auf CHTC-Seite waren die Gäste zunächst besser ins Spiel gekommen, konnten aus ihren Strafecken aber kein Kapital schlagen. Die Gastgeber erhöhten dann zum Ende des zweiten Viertels den Druck und belohnten sich noch vor der Halbzeitpause mit dem doch etwas überraschenden Führungstreffer durch Frederic Wolff. Nach Wiederanpfiff erhöhte Jon Mechtold auf 2:0. Dennoch steckten die Gäste nicht auf kamen in der Schlussphase noch zum Ausgleich.

Timo Kossol verkürzte sechs Minuten vor Schluss, ehe Janick Eschler zwei Minuten später zum 2:2 traf und die Rheinländerinnen ins Penaltyschießen rettete. Dort hatten dann die Franken die Oberhand und siegten mit 4:2. Wesley, Mechtold, Moritz Haustein und Leif Bechhold waren für das Schlusslicht der Gruppe B erfolgreich, während nur Jonathan Ehling und Lucas Bachmann für den Fünften der Gruppe A trafen. Nürnberg gewann damit erstmals seit dem 10. Oktober 2020 wieder ein Spiel, für Krefeld war es die 13. Niederlage in Serie.

In Berlin hatte Cara Sambeth den favorisierten MSC im zweiten Viertel in Führung gebracht, als die Wespen den Ball im eigenen Kreis nicht klären konnten. Doch die Berlinerinnen hielten gut dagegen und spielten deutlich stärker als zuletzt in der Vorrunde. Das couragierte Auftreten wurde belohnt, als Denise Danne im dritten Viertel per Strafecke den 1:1-Ausgleich besorgte. Für die Wespen war es der erste eigene Treffer nach zuletzt fünf torlosen Spielen in Serie. Dennoch erwiesen sich die Münchnerinnen in den entscheidenden Momenten ein Stück weit abgeklärter und markierten den 2:1-Siegtreffer mit einem sehenswerten Eckenschlenzer von Jule Bleuel.

Im letzten Playdown-Duell zwischen dem Großflottbeker THGC und dem TSV Mannheim wurde der TSV am Ende seiner Favoritenrolle gerecht. Matchwinner beim umkämpften 1:0 im Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger war Yannick Dehoff mit seinem Treffer aus der 37. Minute. Die Rückspiele finden am Samstag, den 1. Mai statt. Hat jede Mannschaft nach zwei Spielen einmal gewonnen, gibt es am Sonntag, den 2. Mai ein Entscheidungsspiel am gleichen Ort.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Stephan Fehrmann)