Nun sind auch die Viertelfinals der Herren bekannt

18.04.21

Im Anschluss an den letzten Spieltag bei den Damen traten auch die Herren zum 27. Vorrundenspieltag der Hockeyliga an. Im Vergleich zu den Damen blieben größere Überraschungen aber aus, die Tabellenkonstellationen bleiben unverändert zur Vorwoche. Aufsteiger Großflottbek überraschte mit einem 3:1-Erfolg in Krefeld. Im Spitzenspiel der Gruppe B zwischen MHC und Köln gab es beim 1:1 keinen Sieger.

Nun sind sie bestätigt: Die k.o.-Duelle im Viertelfinale der Herren bestreiten Rot-Weiss Köln gegen den Club an der Alster, Meister Uhlenhorst Mülheim gegen den Hamburger Polo-Club, der Mannheimer HC gegen den Harvestehuder THC sowie der UHC Hamburg gegen den Berliner HC. In den Playdowns kommt es zu den bereits erwarteten Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger TSV Mannheim und Großflottbeker THGC sowie dem Crefelder HTC und dem Nürnberger HTC.

In der Staffel A hatte vor dem Wochenende lediglich Mülheim schon als Tabellenführer festgestanden, das Rennen um die Plätze zwei bis vier war offen. Schlussendlich behauptete der Uhlenhorster HC seinen zweiten Platz durch ein 3:3-Remis im Stadtderby gegen den Club an der Alster. Beide Teams lieferten sich ein enges Duell, in dem die Tore meist in kurzer Folge fielen. So hatte Hannes Müller die Gastgeber mit einem Doppelpack (24./36. Minute) in Führung gebracht, ehe Anton Boeckel (37.) und Niklas Bruns (38.) binnen 60 Sekunden zum 2:2 ausglichen. Dieter Linnekogel traf in der 52. Minute zum 3:2 für Alster, doch diesmal egalisierte der UHC in weniger als einer Minute durch David Jehn (53.).

Während für Alster mit Abpfiff klar war, dass im Viertelfinale Staffel B -Primus Rot-Weiss Köln wartet, musste der UHC noch kurz zittern und das Ergebnis aus Mülheim abwarten. Dort trennte sich der Meister am Ende 4:4 vom HTHC, sodass der UHC mit einem Zähler vorne blieb. Schließlich hatte Harvestehude am Samstag eindrucksvoll mit 6:1 beim Crefelder HTC gewonnen. Toptorjäger Michael Köper erzielte in Krefeld seine Saisontore 34, 35 und 36 und bleibt damit weiterhin der treffsicherste Stürmer der Liga.

Der HTHC hätte nun am Sonntag einen Sieg in Mülheim für Platz zwei gebraucht, war nach einem 0:2-Rückstand zurückgekommen und hatte die Partie durch Treffer von Michael Körper (2) und Tobias Hauke sogar zwischenzeitlich auf 3:2 gedreht. Doch dann war der deutsche Meister wieder am Zug, glich erst zum 3:3 aus, ehe Nationalspieler Malte Hellwig zum 4:3 traf. Den 4:4-Endstand markierte Anton Pöhling, der Siegtreffer wollte den Hamburgern aber nicht mehr gelingen. Nun muss sich der HTHC mit Platz drei begnügen und trifft in der k.o.-Runde auf den Mannheimer HC.

Schlusslicht Großflottbek war am Samstag in Mülheim noch mit 1:5 unterlegen, nach einem 0:5-Rückstand gelang Noah Winneberger immerhin noch der Ehrentreffer. Am Sonntag gewann der Aufsteiger dann mit 3:1 beim krisengeschüttelten CHTC und geht nun mit einem guten Gefühl in die Playdowns. Gleiches gilt aber auch für den Relegationsgegner TSV. Die Mannheimer setzten sich am Sonntag klar mit 5:0 gegen den Nürnberger HTC, Letzter der Gruppe B, durch. Krefeld darf sich immerhin über das Heimrecht in der Relegation gegen die Franken freuen.

Nürnberg hatte sich bereits am Samstag deutlich geschlagen geben müssen. 0:6 lautete das Ergebnis beim favorisierten Mannheimer HC. Der MHC, bei dem Argentiniens Olympiasieger Gonzalo Peillat mit vier Eckentreffern in Serie glänzte, festigte durch den Erfolg Platz zwei in der Gruppe B. Am Sonntag trotzten die Kurpfälzer dann Tabellenführer Rot-Weiss Köln ein 1:1-Remis ab und sicherten Platz zwei aus eigener Kraft. Linus Müller hatte den MHC schon früh in Führung geschossen, Timur Oruz glich im zweiten Viertel für Köln aus. In der zweiten Halbzeit gab es dann keine Treffer mehr. Am Vortag hatte Köln bereits mit 4:1 beim Stadtrivalen TSV gewonnen.

Platz drei in der Gruppe B bleibt beim Berliner HC. Der Hauptstadtclub gewann mit 3:2 beim Hamburger Polo-Club und darf sich nun auf das Viertelfinale gegen den UHC freuen. Polo brauchte einen Sieg für Platz drei und war auch früh durch Constantin Staib in Führung gegangen, doch der BHC hielt dagegen, sodass die Partie kurz vor Schluss 2:2 stand. Als Polo dann seinen starken Keeper Niklas Garst durch einen elften Feldspieler ersetzte und per Strafecke an Berlins Schlussmann Moritz Kentmann scheiterte, nutze Luis Gill einen Angriff zum umjubelten 3:2-Siegtor ins leere Polo-Tor.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Stephan Fehrmann)