München und TSV bleiben erstklassig, RRK und CHTC mit Spiel drei

01.05.21

In den Playdowns der Hockeyliga konnten sich am Samstag die Damen des Münchner SC sowie die Herren des TSV Mannheim den Verbleib in der 1. Bundesliga sichern. Die Krefelder Herren und Großflottbeker Damen erzwangen ein drittes Spiel gegen Nürnberg und Rüsselsheim. Die Wespen-Damen und Flottbek-Herren sind hingegen abgestiegen.

Im ersten Duell des Tages waren die Gäste aus Berlin überraschend offensiv in das zweite Playdown-Duell mit dem MSC gestartet und machten von Beginn an deutlich, dass sie nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel unbedingt den Ausgleich in der Serie erzwingen wollen. Doch wie so häufig in dieser Saison fehlte den Wespen die Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss. Auch die Gastgeberinnen ließen in den ersten beiden Vierteln Chancen liegen, beispielsweise scheiterte Paula Nahr im direkten Duell an Wespen-Keeperin Nora Rabe. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff brach Philin Bolle den Bann, indem sie eine Strafecke mit einem harten und platzierten Schrubber in die linke Ecke zum 1:0 verwandelte.

Nach der Pause hatte der MSC, der immer wieder von Anissa Korth und Jule Bleuel angetrieben wurde, mehr vom Spiel, verpasste es aber, Wespen-Torfrau Rabe erneut zu bezwingen. So setzen die Gäste in der Schlussphase alles auf eine Karte und ersetzten ihre Torfrau durch eine elfte Feldspielerin. Davon profitierten aber die Münchnerinnen, die 86 Sekunden vor Schluss die Vorentscheidung besorgten, indem Jaqueline Dorner am langen Pfosten zum 2:0 verwandelte. Nun war die Moral des Aufsteigers endgültig gebrochen, die Chancen auf Spiel drei schwanden. 44 Sekunden vor Schluss setzte Jule Bleuel dann mit dem 3:0 ins leere Tor noch einen drauf. Der MSC bleibt damit erstklassig, während die Wespen den bitteren Gang in Liga zwei antreten müssen.

Gleiches Leid erfährt auch der Großflottbeker THGC bei den Herren, der nach nur einem Jahr im Oberhaus ebenfalls wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren muss. Nach dem mühevollen 1:0 im Hinspiel ließen die TSV-Herren auf dem heimischen Platz nichts anbrennen und gewannen am Ende deutlich mit 6:0. Dabei hatte zunächst gar nichts auf einen so klaren Sieg hingedeutet: Nach einem torlosen ersten Viertel traf Philip Schlageter im zweiten Abschnitt per Strafecke zur Führung, ehe Marius Haber auf 2:0 erhöhte. Im dritten Viertel gab es erneut keine Treffer, sodass Großflottbek noch alle Chancen hatte, im Schlussabschnitt zurückzukommen. Die Hoffnungen auf Spiel drei schwanden aber, als Samuel Holzhauser auf 3:0 erhöhte und Max Weiher den TSV wenig später mit 4:0 endgültig auf die Siegerstraße brachte. Zwei Minuten vor Schluss nutzte Moritz Rothländer einen Siebenmeter zum 5:0, Nicolas Proskes 6:0 besiegelte dann endgültig den Mannheimer Klassenverbleib.

Die CHTC-Herren und Flottbeker Damen wandten hingegen den drohenden Abstieg noch einmal ab und erzwangen jeweils ein dritten Spiel gegen Nürnberg und Rüsselsheim. In Krefeld beim Duell CHTC-NHTC standen allein 575 A-Länderspiele auf dem Platz – schließlich ließen es sich die Olympiasieger Max Müller und Chris Wesley auf NHTC- sowie Oskar Deecke auf CHTC-Seite nicht nehmen, ihre Traditionsclubs im Kampf gegen den Abstieg zu unterstützen. Den besseren Start erwischten die Rheinländer, die sich bereits nach 40 Sekunden die erste Strafecke erspielten. Diese schoss Timo Kossol zum erleichternden 1:0 ein. Mats Westphal legte im dritten und vierten Viertel nach, sodass Krefeld schon wie der sichere Sieger aussah. Doch die Franken steckten nicht auf und belohnten sich mit dem 1:3-Anschluss durch ein Strafeckentreffer von Dario Benke zwei Minuten vor dem Ende. Als Nürnberg dann in der Schlussminute zum 2:3 traf, wurde es noch einmal hektisch auf der Gerd-Wellen-Anlage. Die Gastgeber retteten den Sieg aber über die Zeit, sodass es am Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel kommt.

Nationalspielerin Jette Fleschütz hatte ihren GTHGC bereits in der vierten Minute gegen Rüsselsheim in Führung gebracht, doch Celina Hocks glich noch im ersten Viertel zum 1:1 aus. Die RRK-Kapitänin hatte beim 2:0 im Hinspiel beide Treffer erzielt. Mitte des zweiten Viertels brachte Greta Schabacker die Hanseatinnen wieder nach vorn und fast hätte der Vorsprung bis zur Schlusssirene gereicht. Doch RRK-Nationalspielerin Pauline Heinz verwandelte eine Strafecke wenigen Minuten vor dem Ende zum 2:2 und rettete ihr Team ins Shootout. Auch hier sorgten beide Teams für Spannung, sodass die Entscheidung erst mit dem zehnten Penalty fiel. Matchwinnerin auf Hamburger Seite war Monika Polewczak mit dem 4:3. Nun kommt es am Sonntag ebenfalls zum entscheidenden Duell, welcher der beiden Aufsteiger den Klassenverbleib erreicht.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Hans Kramhöller)