Mülheim, Köln und Berlin gewinnen zum Viertelfinal-Auftakt

24.04.21

In der Hockeyliga der Herren sind die Spitzenreiter der beiden Staffeln erfolgreich in die Playoffs gestartet. Meister Mülheim rettete einen 1:0-Erfolg beim Hamburger Polo-Club über die Zeit, während Rot-Weiss Köln sein erstes Viertelfinale mit 2:0 bei Alster gewann. Auch der Berliner HC ist nach seinem 3:0 gegen den UHC Hamburg nur noch einen Sieg vom Einzug ins Final Four entfernt.

1:0, 2:0, 3:0 – Die Tore waren am Samstag in den Viertelfinals der Herren in der Hockeyliga im Gegensatz zu den Damenspielen Mangelware. So war der Eckentreffer von Julius Meyer aus dem ersten Viertel beim 1:0-Erfolg von Uhlenhorst Mülheim beim Hamburger Polo Club das Tor des Spiels. Die Hanseaten, Vierter der Staffel B, kämpften um den Ausgleich und hatten ihre vermeintlich beste Chance im dritten Viertel, als HTCU-Keeper Lennart Küppers einen Eckenschlenzer gerade noch an die Latte lenkte. Schlussendlich blieb es aber beim knappen Mülheimer Favoritensieg im ersten Playoff-Duell.

Auch der Club an der Alster hielt über weite Strecken zuhause gegen den Gruppe B -Primus Rot-Weiss Köln gut dagegen. Kurz vor der Halbzeitpause parierte Alster noch eine Kölner Strafecke, doch den Domstädtern gelang trotzdem noch die Führung vor der Pause. Tom Grambusch führte einen Seitenaus-Ball blitzschnell aus, schlenzte die Kugel quer über das Feld zu Mink van der Weerden, der nicht lang zögerte und sehenswert zum 1:0 einschoss. Im dritten Viertel erhöhte Köln dann durch Christopher Rühr auf 2:0. Der Ex-Alsteraner nutze eine Unaufmerksamkeit der Abwehr und vollendete eine starke Einzelaktion mit dem Treffer ins Netz. Im Schlussabschnitt fehlte es den Gastgebern dann an ersthaften Torchancen, um den Kölnern nochmal gefährlich werden zu können. Der Spitzenreiter der Staffel B bleibt damit auch das 15. Spiel in Serie unbesiegt.

„Es war ein Spiel, das viel von der Defensive gelebt hat“, sagte Alster-Coach Sebastian Biederlack. „Wir sind mit den Chancen, die wir hatten, auch nicht so verantwortungsvoll umgegangen.“ Sein Gegenüber André Henning sprach von "einem verdienten Sieg, aber hartem Stück Arbeit". Dennoch lobte er auch den Gegner: "Alster steht sehr gut und ist sehr flexibel, was es schwer macht, sich darauf einzustellen."

Beim dritten Viertelfinale am heutigen Samstag in Berlin agierten der BHC und UHC zunächst auf Augenhöhe. Beide Teams standen sicher in der Defensive, sodass es in den ersten beiden Vierteln nahezu keine Torchancen zu sehen gab. Erst 93 Sekunden vor der Pause holte der BHC die erste Strafecke der Partie, die Nationalspieler Martin Häner aber knapp am Tor vorbeisetzte. Gian Graffitti hatte im Gegenzug die Führung für den UHC auf dem Schläger, doch auch er verfehlte das Ziel, sodass es beim 0:0 in die Pause ging. Das erste Tor der Begegnung fiel dann 38 Sekunden nach Beginn des dritten Viertels durch BHC-Nationalspieler Jonas Gomoll nach starker Vorarbeit von Martin Zwicker.

Obwohl der UHC im Schlussabschnitt verletzungsbedingt auf Routinier Jan-Philip Rabente verzichten mussten, übernahmen die Hanseaten das Kommando und drängten auf den Ausgleich. Doch Tom Neßelhauf nutze einen Konter inmitten der Hamburger Druckphase zum 2:0 für den BHC. Ohne Torhüter Tommy Alexander warfen die Gäste noch einmal alles nach vorn. Aber Gomoll (55.) nahm einen langen Schlenzer aus der BHC-Defensive heraus dankend zum 3:0 ins leere UHC-Tor entgegen. Berlin ist damit das einzige Team der Hockeyliga, das sein Heimspiel gewinnen konnte.

Die beiden Spiele in den Playdowns zwischen Nürnberg und Krefeld sowie Großflottbek und dem TSV Mannheim finden erst am morgigen Sonntag statt. Gleiches gilt auch für das vierte Viertelfinale zwischen Harvestehude und dem Mannheimer HC. Die Rückspiele der im Modus "Best of Three" ausgetragenen k.o.-Duelle finden am 1. Mai statt. Hat jede Mannschaft nach zwei Spielen einmal gewonnen, gibt es am 2. Mai am gleichen Ort ein Entscheidungsspiel um den Einzug ins Final Four bzw. den Liga-Verbleib.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Sabine Müller)