Mülheim holt 1. Liga-Cup im Shootout gegen HTHC

29.08.21

Uhlenhorst Mülheim hat den 1. Liga-Cup der Hockey-Bundesliga gewonnen. Der deutsche Vizemeister gewann am Sonntag im Krefelder Regen das Finale mit 4:3 nach Penaltyschießen gegen den Harvestehuder THC. Die Entscheidung besorgte Robert Duckscheer als neunter Schütze.

"Es ist ein schöner erster Titel der Saison", sagte HTCU-Coach Thilo Stralkowski. "Wir haben gesagt, wenn wir hier mitspielen, wollen wir in welcher Konstellation auch immer gewinnen." Schließlich schonten die Mülheimer noch ihre Olympioniken, sicherten sich aber trotzdem den Sieg beim Premieren-Turnier des Liga-Cups.

Der HTHC startete mit viel Schwung in die Partie und traf noch im ersten Viertel zur bis dato verdienten Führung. Xaver Hasun nahm einen langen Schlenzball an und ließ HTCU-Keeper Lennart Küppers keine Chance. Mülheim drängte im zweiten Durchgang auf den Ausgleich, aber Henrik Mertgens scheiterte gleich doppelt am gut aufgelegten HTHC-Schlussmann Anton Brinckman. Die beste Möglichkeit zum 1:1 hatte dann Robert Duckscheer per Siebenmeter, doch er setzte den Schlenzer weit über das Tor.

Nach der Halbzeitpause spielte Mülheim weiter munter nach vorn und wurde diesmal belohnt. Zunächst prallte der Ball zwar noch an den Pfosten, Jannik Enaux konnte den Abpraller erst nicht kontrollieren, aber der anlaufende Argentinier Lucas Toscani verwandelte dann zum Ärger von Brinckman zum 1:1. Der HTHC hätte seinerseits im dritten Durchgang wieder vorlegen können, aber Topscorer Michael Körper scheiterte per Strafecke.

Beide Teams hatten sich am Samstag im Halbfinale erst im Penaltyschießen für das Endspiel qualifiziert und auch das Finale deutete nun auf einen Shootout hin. Der deutsche Vizemeister aus Mülheim wollte dieses Szenario vermeiden und drängte auf die Entscheidung in der regulären Spielzeit, fand aber kein Durchkommen in den HTHC-Kreis. Erst 90 Sekunden vor dem Ende lief Mertgens durch, aber gleich zwei HTHC-Abwehrspieler ließen ihn nicht zum Schuss kommen. Auf der anderen Seite setzte Hamburgs Neuzugang Masi Pfand immer wieder offensive Akzente.

Im anschließenden Shootout machte Duckscheer im insgesamt fünften Pärchen den Unterschied. Zunächst hatten Anton Pöhling und Toscani vergeben, ehe Florian Steyrer und Duckscheer verwandelten. Dann traf Hasun mit der Rückhand und setzte damit Jan Schiffer unter Druck. Der Mülheimer hielt dem aber stand und erzwang mit seinem Tor die Verlängerung des Shootouts. Schiffer trat erneut an, scheiterte aber diesmal genau wie Steyrer. Besser machte es nun Duckscheer als neunter Schütze, während Hasun diesmal an Küppers scheiterte und Mülheim damit gewann.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf