Ligacup: Vorschau Herren-Vorrunde Süd

17.08.21

In der Herren-Vorrunde Süd messen sich die vier Erstligisten TSV Mannheim Hockey, Nürnberger HTC sowie die beiden Aufsteiger SC Frankfurt 80 und Düsseldorfer HC mit den Zweitligisten Crefelder HTC und Münchner SC. „Wir haben uns für die Ausrichtung des Ligacups beworben, weil wir einerseits die Popularität von Bundesliga-Hockey in der Region noch weiter stärken und uns andererseits auch als Faktor in der Hockeyliga weiter etablieren wollen“, sagt Bernhard Netzer, der die Ausrichtung beim TSV Mannheim Hockey koordiniert.

Netzer, selbst Webmaster im Club, berichtet, dass eine eigene, umfassende Turnierseite geschaltet wurde und für ein kostenfreies Streaming-Angebot auf Youtube gesorgt wird. "Wenn wir was machen, machen wir es auch richtig“, sagt der Organisator, dessen Sohn Max bei den 1. Herren spielt. Direkt im Auftaktspiel am Freitagabend (18.00 Uhr) bekommt es der TSVMH mit dem Erstliga-Aufsteiger aus Frankfurt zu tun. „Das wird wieder ein harter Gegner, den wir aber sehr gut kennen“, meint Netzer.

Die Mannheimer haben sich in der vergangenen Erstliga-Saison in den Playdowns gegen den Großflottbeker THGC behauptet und durch die Olympia-Nominierung von Paul Kaufmann und Torwart Alexander Stadler auch an überregionaler Bekanntheit zugelegt. Stadler wird vermutlich einzelne Vorrundenspiele bestreiten, Kaufmann hat sich für einen Wechsel in die Niederlande entschieden. Während Gegner Frankfurt am Freitagabend wieder Erstligaluft schnuppern darf, wird Absteiger Krefeld bei seiner Ligacup-Premiere alles daran setzen, das Projekt Wiederaufstieg erfolgreich zu beginnen.

„Der CHTC kommt sicherlich mit der größten Motivation, insbesondere auch, weil sie unbedingt bei der Endrunde zuhause mitspielen möchten“, glaubt Netzer. Das Finalturnier des Ligacups findet nämlich vom 27.-29. August auf der Anlage des CHTC in Kooperation mit dem CSV statt - ein Spektakel, das sich die Rheinländer sicherlich nicht von draußen anschauen wollen. Krefeld muss sich in seinem Auftaktspiel am Freitag (19.15 Uhr) jedoch direkt gegen den Zweitliga-Aufsteiger der Gruppe Nord, den Düsseldorfer HC, behaupten. Das CHTC-Team konnte auch einige namhafte Abgänge durch die Rückkehr von Routinier Lars Conzendorf sowie die Verpflichtung des ehemaligen argentinischen Jugend-Nationalspielers Nicolas Acosta sowie des aktuellen chilenischen Nationaltorhüters Adrian Henriquez kompensieren.

Ebenfalls Teil der Süd-Vorrunde ist der Nürnberger HTC. Die Franken haben sich im Penaltyschießen den Erstligaverbleib ausgerechnet gegen Krefeld gesichert und möchten nun auch beim Ligacup an den jüngsten Aufwärtstrend anknüpfen. Auftaktgegner des NHTC ist der Zweitligist Münchner SC, der zuletzt den Aufstieg nur knapp verpasst hat. „München ist für mich auf jeden Fall die ‚Must-Watch-Truppe‘, denn sie haben es geschafft einige Perspektiv- und Jugend-Nationalspieler aus der ganzen Republik für sich zu gewinnen. Und Nürnberg ist mit seinem stabilen Gerüst aus Routiniers und guten Jugendspielern immer ein Faktor“, meint Netzer. Seinen TSVMH sieht er aktuell nicht in der Rolle des Topfavoriten, denn: „Wir haben bisher in der Vorbereitung mit breitem Kader getestet und müssen uns erst wieder finden.“

Der Eintritt zu den Spielen ist frei. Der TSVMH bittet die Zuschauer auf jeden Fall, die 3G-Regeln (Geimpft, Genesen, Getestet) einzuhalten und nach Möglichkeit gegen das Corona-Virus geimpft zu kommen. Die Anwesenheitserfassung erfolgt über die Luca-App.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / TSVMH