Ligacup: Vorschau Damen-Vorrunde Süd

19.08.21

In der Vorrunde Süd der Damen kämpfen jeweils drei Erst- und drei Zweitligisten um die Teilnahme am Finalturnier. Gastgeber sind die Zehlendorfer Wespen, die sich gleich auf zwei Berlin-Derbys freuen können, denn schließlich gehören die beiden Bezirksrivalen Berliner HC und TuS Lichterfelde ebenfalls der Gruppe an. Komplettiert wird das Sechserfeld durch den Münchner SC, den TSV Mannheim Hockey und den Rüsselsheimer RK.

„Ich kann echt nur sehr schwer einschätzen, wie stark die anderen sind. Daher ist die Ligacup-Vorrunde für uns eine ideale Standortbestimmung“, sagt Wespen-Koordinator Felix Fischer. Sein Team hatte in der vergangenen Saison die Playdowns gegen den Münchner SC verloren und findet sich nun in der 2. Bundesliga Süd wieder. „Als Absteiger ist es immer besonders schwer eine Prognose zu treffen. Ich kann aber sagen, dass wir allen anderen Paroli bieten und dabei von unserem Heimvorteil profitieren wollen“, so Fischer.

Die Wespen haben sich für das Projekt Wiederaufstieg jedoch prominent verstärkt und konnten Star-Stürmerin Charlotte Stapenhorst von einer Rückkehr in die Heimat überzeugen. Die deutsche Nationalspielerin hat nach den Olympischen Spielen in Tokio aber noch etwas Urlaub bekommen und wird daher am Wochenende noch nicht mitspielen.

Ihren Turnierauftakt bestreiten die Wespen am Freitagabend (19.15 Uhr) gegen den TSV Mannheim Hockey, der in dieser Saison ebenfalls in Richtung Erstliga-Aufstieg schaut. Zuvor eröffnen die Stadtrivalen BHC und TuSLi die Vorrunde um 18.00 Uhr mit einem Berlin-Derby. Aufsteiger TuSLi möchte nach zehnmonatiger, pandemiebedingter Wettkampfpause den Cup nutzen, um wieder im Ligaalltag anzukommen und sich optimal auf den Start der Bundesliga vorzubereiten.

Der Berliner HC zählt hingegen zweifelsohne zu den Favoriten auf einen der beiden ersten Plätze, der zur Teilnahme am Finalturnier in Krefeld berechtigt. “Wir wollen natürlich die Endrunde erreichen, denn es ist immer gut, sich mit den Besten zu messen”, sagt BHC-Trainer Stan Huijsmans. Ihm steht am Wochenende ein großer Kader zur Verfügung, daher wird er seine Spielerinnen durchwechseln und in jedem der fünf Vorrundenspiele mit einem leicht veränderten Team auflaufen.

“Die Mädels haben so die Chance sich zu zeigen. Der interne Konkurrenzkampf hat zugenommen, was sehr gut ist”, findet der Niederländer. Der BHC verfügt mit Nationaltorfrau Anna Kilian über eine sehr gute Torhüterin, Verteidigerin und Strafeckenspezialistin Linnea Weidemann wurde im Juli mit der U19 Europameister in Valencia. Hinzukommt Benedetta Wenzel, die vom renommierten Club an der Alster nach Berlin gewechselt ist.

Zum Abschluss des ersten Turniertages spielt der MSC, ebenfalls mit U19-Europameisterinnen gespickt, auf den Rüsselsheimer RK. Doch auch der Erstliga-Absteiger reist ambitioniert in die Hauptstadt. „Das Ziel ist das Erreichen der Endrunde in Krefeld, auch wenn der Kader noch nicht komplett in Berlin antreten kann“, sagt Coach Norman Hahl. Die Hessinnen müssen die Abgänge der Polinnen Martyna Wypijewska und Sandra Tatarczuk kompensieren, durften sich aber über gleich drei Zugänge vom TSV Schott Mainz freuen. Nationalspielerin und Olympionikin Pauline Heinz konnte trotz des Abstiegs gehalten werden.

Die Münchnerinnen um ihren neuen Trainer Jan Henseler werden mit dem Bus ins rund 550 Kilometer entfernte Berlin reisen. „Die viele Zeit im Bus, auf und neben dem Platz, wird beim Entwicklungsprozess helfen. Die Platzierung ist mit Sicherheit sekundär“, verrät Henseler, der die „junge und talentierte Mannschaft weiter entwickeln, formen und gut aufgestellt in die nächsten Jahre gehen“ möchte.

Der Eintritt kostet 5,00 Euro pro Tag. Für alle Besucher gelten die 3G-Regeln (genesen, getestet, geimpft), ein entsprechender Nachweis ist auf Verlangen vorzuzeigen. Die Wespen stellen zudem ein kostenfreies Streaming-Angebot zur Verfügung, anbei die Links:

Freitag
Samstag
Sonntag

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Zehlendorfer Wespen