Krefelds Weg zum Klassenverbleib führt über Nürnberg

22.04.21

Bevor wir den Ausblick auf das erste von maximal drei Playdown-Spielen starten, die wohl zu den wichtigsten Partien für den Crefelder HTC in den letzten Jahren zählen, schauen wir zurück auf das Finale der Hauptrunde in den Staffeln A und B am vergangenen Sonntag. In der Staffel A wurde es noch einmal spannend.

Während sich Titelverteidiger Mülheim mehr oder minder unangefochten an der Tabellenspitze festsetzte, griff der Dritte Harvestehude in Mülheim noch einmal Platz zwei an und holte am Ende ein starkes 4:4, blieb aber durch das 3:3 zwischen dem UHC Hamburg und dem Club an der Alster am Ende doch „nur“ Dritter. In der Staffel B endete das Top-Spiel zwischen dem Mannheimer HC und Rot-Weiß Köln 1:1. Dahinter siegte der Berliner HC beim direkten Kontrahenten Polo Hamburg mit 3:2 und holte sich dadurch Rang drei der Gruppe vor den Hanseaten. In den Gruppenduellen der Play-down-Teilnehmer setzten der TSV Mannheim mit dem 5:0 über Nürnberg und Großflottbek mit dem starken 3:1 in Krefeld Ausrufezeichen vor Start des Abstiegskampfs.

Dieses Ausrufezeichen unmittelbar vor den Partien gegen den Abstieg blieb dem Team von CHTC-Coach Ronan Gormley leider verwehrt. Zwei Spiele (1:6 gegen Harvestehude und 1:3 gegen Großflottbek) – zwei Niederlagen. Besonders schmerzt dabei die verlorene Partie versus Großflottbek, den Tabellenletzten der Staffel A: „Wir haben insgesamt einfach schwach verteidigt, daran führt kein Weg vorbei. Und wir mussten schon am Tag vorher gegen Harvestehude sieben Stammspieler ersetzen. Das steckt man nicht einfach so weg“, resumiert Trainer Ronan Gormley, nicht ohne die vielen Nachwuchsspieler noch einmal expliziert zu loben: „Sie haben alles gegeben und vor allen Dingen offensiv Akzente gesetzt. Sie werden aus den beiden Spielen am letzten Wochenende viel lernen können“.

Jetzt richtet sich der Blick von Trainer und Mannschaft auf den Start in die Playdown- Runde gegen Nürnberg. Spiel eins an der Noris wird am kommenden Sonntag, 25. April, um 12 Uhr angepfiffen. Die Verletztenliste wird sich dann etwas gelichtet haben. Auf jeden Fall dabei sind Linus Michler, Tom Schneider und Janick Eschler. Aber die Partie wird kein Selbstläufer werden, denn Nürnberg hat im Verlaufe der Saison vielen Gegnern das Fürchten gelehrt, warnt Krefelds Coach Ronan Gormley: „Die Nürnberger kämpfen von der ersten bis zur letzten Spielminute. Sie zeigen geradliniges, einfaches Hockey und sind sehr kämpferisch. Darauf müssen wir uns einstellen“. Denn die Erfahrung lehrt, dass nicht immer das besser und schöner performende Team als Sieger den Platz verlässt, sondern oft auch „die griffiger spielende Mannschaft, die in jeder Phase der Partie den unbedingten Siegeswillen an den Tag legt“, so Ronan Gormley.

Die Partie Nürnberger HTC gegen den Crefelder HTC gibt es als Livestream im Internet unter hockeyliga.live. Das Rückspiel in Krefeld gegen Nürnberg findet am 1. Mai statt. Wenn jedes Team jeweils einen Sieg auf seinem Konto hat, wird der Absteiger in einer dritten Begegnung ermittelt. Sie wird am Sonntag, 2. Mai, in Krefeld, stattfinden.

Bild & Text: Presseinformation CHTC