Krefeld will in Mülheim "Gewinner-Mentalität" zeigen

26.03.21

Zehn Partien stehen am kommenden Wochenende in der Hockeyliga der Herren auf dem Programm. Am Samstag steht wohl das Nord-Derby zwischen Harvestehude und dem Club an der Alster im Fokus. Dieses Spiel hat vorentscheidenden Charakter im Kampf um die Play-Off Plätze in der Staffel A. Sollte Alster gegen den Lokalrivalen gewinnen, muss der Crefelder HTC am Sonntag beim amtierenden Deutschen Meister in Mülheim punkten, um bei der Vergabe der Play-Off-Plätze noch ein gewichtiges Wort mitreden zu können.

Zudem wird Mülheim die Partie nutzen, um sich optimal auf die Euro HockeyLeague (EHL) vorzubereiten. “Wir wissen welche Qualität Uhlenhorst Mülheim auf den Platz bringt. Und wegen der EHL-Spiele werden sie die Punkte nicht herschenken“, dessen ist sich Krefelds Trainer Ronan Gormley sicher. In der Tabelle der Staffel A führt Mülheim (45 Pkt.) mit einem Punktepolster von neun Zählern vor dem UHC Hamburg. Harvestehude (32 Pkt.) und der CHTC (26 Pkt.) belegen die Plätze drei und vier. Dahinter folgt der Club an der Alster mit 25 Zählern auf dem Konto. Die rote Laterne hat Großflottbek (10 Pkt.) inne. In der Staffel A beginnt also jetzt das Gerangel um die Plätze drei und vier, die ja die Qualifikation für das Viertelfinale bedeuten.

Das weiß auch Krefelds Coach Ronan Gormley: „Es kommt hinzu, dass der Club an der Alster am kommenden Wochenende zwei Spiele vor der Brust hat und wir nur einmal ran müssen“. Wenn also alles negativ für Krefeld läuft, zieht Alster nicht nur am CHTC vorbei, sondern hat dann auf einen Schlag fünf Punkte Vorsprung. Dieses Szenario gilt es natürlich zu vermeiden. „Wir haben in dieser Woche das Training auf die Spielweise der Mülheimer abgestimmt“, sagt Ronan Gormley weiter. „Sie spielen einfach das beste Pressing der Liga und setzen ihre Gegner schon beim Spielaufbau massiv unter Druck. Da müssen wir unbedingt gegenhalten“. Coach Ronan Gormley sieht noch ein weiteres Problem: „Die Liga hat eine sehr lange Pause hinter sich und Mülheim gegen uns das erste Spiel in der Restsaison. Ich hoffe, sie agieren noch so wie vor dem Lockdown und haben nicht ihr System umgestellt. Aber wir sind auf jeden Fall vorbereitet“.

Krefeld muß weiterhin auf Kapitän Linus Michler (Muskelfaserriss) und auf Max van Laak (Außenmeniskusriss) verzichten. Hinzu gesellte sich am vergangenen Wochenende Julius Breucker, der sich im Spiel in Harvestehude einen Mittelhandbruch zuzog. „Das sind wichtige Säulen unseres Spielkonzeptes“; weiß Ronan Gormley. „Dafür werden unsere Youngster mehr Verantwortung übernehmen müssen und mehr Spielzeit bekommen“, kündigt Coach Gormley an. „Sie haben schon in Harvestehude gezeigt, dass sie bereit sind 120% zu geben“. Diese „Will-to Win-Mentalität“ ist im gesamten Team des Crefelder HTC zu spüren. „Wir haben in unserer Mannschaft keine so spielbestimmenden Akteure. Bei uns ist Teamgeist und positiver Teamspirit der Schlüssel zum Erfolg“, sagt CHTC-Trainer Ronan Gormley nach dem Abschlusstraining am Donnerstag. „Wir fahren nach Mülheim, um zu gewinnen. Was anderes zählt nicht“.

Und extra motivieren braucht man die Spieler vor dem Lokalderby in Mülheim ebenfalls nicht, weiß der Trainer aus eigenen Erfahrung: „Ich habe in acht Jahren als CHTC-Spieler viele Spiele gegen Mülheim miterlebt. Da knistert einfach die Luft“. Live dabei sein können die Krefelder Hockeyfans beim Gastspiel ihrer Mannschaft in Mülheim coronabedingt nicht. Allerdings gibt es ab 14:30 Uhr ein Livestream-Angebot im Internet unter der Adresse www.hockeyliga.live. Dort werden alle Streams, die an diesem Wochenende von den Erstliga-Partien angeboten werden, gezeigt.

Text und Foto: Presseinformation CHTC

Das Bild zeigt Julius Breucker, der beim Spiel in Harvestehude von einem Ball an der Hand getroffen und sich dabei die Mittelhand brach. Ob er noch einmal in der Restsaison eingesetzt werden kann, ist unklar.