Keine Abstellung von Erstliga-Spielerinnen für USA-Reise

05.08.20

Der HOCKEYLIGA e.V. und die BLVV haben sich darauf verständigt, dass keine Erstligaspielerin an den FIH Pro League Auswärtspartien der Damen-Nationalmannschaft am 10. und 11. April 2021 in den USA teilnehmen wird. Hintergrund der Entscheidung ist, dass an den Länderspieltagen zugleich ein Doppelwochenende in der 1. Bundesliga gespielt wird. Das Fehlen der Nationalspielerinnen könnte innerhalb der Bundesliga zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen kurz vor dem Saisonende führen.

„Wir haben gemeinsam mit Bernd Schuckmann in den letzten Wochen und Monaten intensiv an der Terminplanung gearbeitet“, erläutert BLVV-Sprecher Hanns-Peter Windfeder. „Dabei sind wir als Bundesliga-Vereine enorm viele Kompromisse eingegangen. Dadurch ist es uns gelungen, fast 100 Prozent der Pro League Spiele zu ermöglichen, sogar bei der Überschneidung EHL vs. Argentinien-Spiele der Herren gibt es nun eine Lösung.“ Nur bezüglich der Terminierung der Auswärtsspiele der Damen in den USA konnte keine Einigung mit dem DHB erzielt werden. Die Spiele sollen weiterhin parallel zum Bundesliga-Doppelwochenende stattfinden.

„Da die Verantwortlichen trotz eindringlichster Bitte und intensiver Diskussionen an dem Termin festhalten, haben wir uns mit den betroffenen Bundesliga-Vereinen abgestimmt, dass an diesem Wochenende keine Spielerinnen der 1. Bundesliga für die USA-Reise zur Verfügung stehen“, sagt Windfeder. Die DHB-Vizepräsidentin Sport, Marie-Theres Gnauert, und der Vizepräsident Bundesligen, Henning Fastrich, sind in der vergangenen Woche schriftlich über die Entscheidung informiert worden. BLVV und HOCKEYLIGA e.V. signalisierten dem DHB aber weiterhin Gesprächsbereitschaft, sollten sich substanziell neue Erkenntnisse in der Sache ergeben.