Herbst-Meisterschaft für Düsseldorfs und Mannheims Damen

Die Damen des Düsseldorfer HC und des Mannheimer HC haben sich am Sonntag siegreich in die Winterpause der Hockey-Bundesliga verabschiedet und damit ihre Tabellenführung in den jeweiligen Staffeln untermauert.

Meister DHC feierte einen 7:0-Kantersieg gegen Mülheim, der MHC setzte sich mit 3:1 beim Berliner HC durch. Zudem gewann Rot-Weiss Köln mit 3:0 gegen den Club Raffelberg. Der Münchner SC holte mit 2:1 in Berlin-Lichterfelde drei wichtige Punkte. Meister Düsseldorf war nach der 1:3-Niederlage am Samstag im Rheinderby gegen Köln auf Wiedergutmachung aus und wollte die Hinrunde auf jeden Fall mit einem Erfolgserlebnis beenden. Dies gelang zum Leidwesen von Uhlenhorst Mülheim, das beim DHC mit 0:7 unter die Räder kam. Sophia Schwabe hatte im ersten Viertel für die Führung gesorgt, die Lisa Nolte und Elisa Gräve im zweiten Abschnitt auf 3:0 ausbauten.

Kurz nach der Pause verwandelte Emma Heßler eine Ecke zum 4:0. Im Anschluss bekamen die Mülheimerinnen den Düsseldorfer Sturmlauf besser unter Kontrolle, kassierten dann aber im letzten Viertel noch drei weitere Gegentore binnen sechs Minuten. Schwabe war noch zweimal erfolgreich, Luca Scheuten einmal. Die Herbstmeisterschaft war dem Titelverteidiger bereits vor der Partie sicher, doch nun beträgt der Vorsprung auf Verfolger Rot-Weiss Köln sechs, auf den drittplatzierten UHC Hamburg sogar schon sieben Punkte.

Die Domstädterinnen machten nach dem Derbysieg ihr Sechs-Punkte-Wochenende mit einem soliden 3:0-Sieg gegen den Club Raffelberg perfekt. Katharina Hüls im ersten, Paula Brux im dritten und Sophie Prumbaum im vierten Viertel markierten die Treffer. Nationalstürmerin Pia Maertens blieb im Duell mit ihrem Heimatclub, der von ihrer Mutter Susi Wollschläger trainiert wird, ohne Tor. Köln schob sich durch den Sieg wieder am UHC vorbei auf Platz zwei, die spielfreien Hanseatinnen überwintern nun auf Platz drei der Staffel A.

In der Staffel B baute Vizemeister MHC seine Tabellenführung vor dem Club an der Alster auf fünf Punkte aus. Die Mannheimerinnen gewannen schlussendlich verdient mit 3:1 beim Berliner HC und verabschiedeten sich damit ebenfalls mit einem Sechs-Punkte-Wochenende in die Winterpause. Dabei hatten die Gastgeberinnen sogar durch Carlotta Pahlke geführt, die wenige Sekunden vor Ende des ersten Viertels zum 1:0 traf.

Merle Sophie Knobloch schloss einen schönen Angriff im zweiten Viertel mit dem 1:1 ab, ehe die Gäste durch Stine Kurz mit der Schlussstrafecke des dritten Abschnitts die erstmalige Führung erzielten. Lucina von der Heyde hatte den Schuss sehenswert angetäuscht, dann aber auf Kurz abgelegt, die die verdutzte Berliner Abwehr mit dem 2:1 überraschte. Der BHC spielte dennoch im letzten Viertel ambitioniert weiter, konnte seinerseits aber die Strafecken nicht nutzen, sodass Nadine Kanzler mit einem strammen Schlag den 3:1-Endstand markierte.

Der BHC bleibt dadurch weiterhin Vierter der Gruppe B mit fünf Punkten Vorsprung auf den spielfreien Großflottbeker THGC, der den ersten Playdown-Platz belegt. Schlusslicht Raffelberg schließt die Hinrunde mit nur einem Punkt ab und hat in der Rückrunde eine Mammut-Aufgabe vor sich, sofern der Aufsteiger die Abstiegsrunde noch vermeiden will.

Ganz wichtige drei Punkte verbuchte der Münchner SC im Kellerduell der Staffel A mit seinem 2:1-Sieg beim TuS Lichterfelde. Michelle Strobel aus dem Spiel heraus und mit einer Strafecke sorgte für eine 2:0-Führung des MSC, ehe Isabelle Kühnold per Siebenmeter verkürzte. München überwintert trotz des Vier-Punkte-Wochenendes auf Rang fünf, verkürzte den Rückstand auf die viertplatzierten Mülheimerinnen aber auf einen Punkt, sodass die Viertelfinalqualifikation weiterhin realistisch ist. Lichterfelde bleibt mit einem Zähler am Tabellenende.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Hans Kramhöller)

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