GTHGC und NHTC sichern Klassenverbleib im Shootout

02.05.21

In den Playdowns müssen der Rüsselsheimer RK und der Crefelder HTC den bitteren Gang in Liga zwei antreten, während Großflottbek und Nürnberg erstklassig bleiben. Die Hanseatinnen gewannen auch das zweite Auswärtsspiel im Shootout und dürfen sich nun auf ein weiteres Jahr im Oberhaus freuen. Gleiches gilt für die Franken, die sich ebenfalls auswärts im Penaltyschießen durchsetzten.

Im entscheidenden Playdown der Damen war es wie schon am Samstag Monika Polewczak, die den entscheidenden Penalty verwandelte und den Flottbeker Jubel auslöste. Beim 1:1 in der regulären Spielzeit hatte Stella Tegtmeier die Rüsselsheimerinnen nach einem starken Solo in Führung gebracht. Großflottbek hatte in der Folge sogar mehr Spielanteile, konnte aber die RRK-Defensive um Keeperin Emma Seng nicht überwinden. Doch das Hamburger Engagement zahlte sich aus und wurde schlussendlich 4:30 Minuten vor dem Ende belohnt, als Greta Nauck der 1:1-Ausgleich gelang. So musste wie schon am Samstag der Shootout entscheiden.

Die Gäste hatten von Beginn an die Nase vorn, schließlich verwandelte Nationalspielerin Jette Fleschütz gleich den ersten Versuch, während Tegtmeier vergab, Mara Bentscheck aber den fälligen Siebenmeter noch zum Ausgleich nutze. Als Linda Cobano ebenfalls traf, scheiterte ausgerechnet RRK-Nationalspielerin Pauline Heinz an GTHGC-Keeperin Johanna Klemp. Kaja Hansen erhöhte im Gegenzug auf 3:1 für Großflottbek, sodass Celina Hocks nun unter Druck war. Da auch sie scheiterte, musste Hamburg nun die restlichen Versuche vergeben und Rüsselsheim beide verwandeln, um die Verlängerung des Shootouts zu erzwingen. Dies wäre sogar fast noch eingetreten, da nun Belen Iglesias vergab und RRK-Stürmerin Viktoria Zimmermann die Nerven behielt. Als letzte Flottbeker Schützin verwandelte Polewczak und schoss damit den RRK nach nur einem Jahr in der Bundesliga zurück in die Zweitklassigkeit. Aufsteiger Flottbek um Trainerin Katharina Frank darf sich hingegen auf die Fortsetzung im Oberhaus freuen.

Im letzten Spiel am heutigen Sonntag kam es zum dritten Playdown der Herren zwischen Krefeld und Nürnberg. Nach dem knappen 3:2-Erfolg am Vortag hatte auch diese Partie mit der Führung der Rheinländer begonnen, als Philip Jansen Mitte des zweiten Viertels das 1:0 per Strafecke besorgte. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch erstmal: Krefeld hatte die Begegnung über weite Strecken im Griff, während Nürnberg sich auch keine zwingenden Möglichkeiten erarbeitete. Erst in der Schlussphase nahm der Druck der Gäste zu. Dieser wurde noch einmal höher, als Trainer Richard Barlow Keeper Steffen König vom Feld rief und durch einen weiteren Spieler ersetzte. Die Franken bekamen 4:07 Minuten vor Schluss nach Foul an Olympiasieger Christopher Wesley eine Strafecke zugesprochen und nutzen ihre Chance. Wie schon am Samstag verwandelte Dario Benke, diesmal zum 1:1.

König kehrte nun in den Kasten zurück. Der CHTC wollte nach der Niederlage in Spiel eins ein Penaltyschießen um jeden Preis vermeiden und stürmte, um das Spiel doch noch irgendwie in der regulären Spielzeit zu gewinnen. 189 Sekunden vor dem Ende hatten die Rheinländer die Riesenchance zum 2:1, aber Timo Kossoll kam mit seinem Eckenschuss nicht an König vorbei. Auch in der Folge konnte Nürnberg sich beim Schlussmann bedanken, denn König entschärfte erneut zwei Ecken und rettete seine Vorderleute so in den Shootout.

Wesley begann und verwandelte sicher. Aber auch Jonathan Ehling machte seine Sache gut und traf zum 1:1. In der Folge scheiterten Jon Mechtold und Linus Michler, während und Frederic Wolff und Lucas Bachmann trafen, sodass es nach sechs Schützen 2:2 stand. Als siebter Schütze wurde Moritz Haustein von CHTC-Keeper Luis Beckmann gefoult, den fälligen Siebenmeter verwandelte Eckenspezialist Dario Benke zum 3:2. Nun war Olympiasieger Oskar Deecke am Zug, scheiterte aber an Steffen König.

Der Nürnberger Schlussmann verletzte sich bei der Abwehraktion allerdings schwer und musste von seinen Kollegen gestützt vom Feld geführt werden. Jetzt trat Maximilian Jordan als letzter Nürnberger Schütze an und hatte die Chance, den Klassenverbleib zu besiegeln. Dies tat er auch und bescherte seinem NHTC den zwischenzeitlich kaum mehr für möglich gehaltenen Ligaverbleib, während für den CHTC eine Ära im Oberhaus zu Ende geht.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Hans Kramhöller)