Die Viertelfinal-Begegnungen der Damen stehen fest

18.04.21

Nach mittlerweile 27 Spieltagen in der längsten Saison der Geschichte der 1. Feldhockey-Bundesliga sind nun endlich alle Viertelfinalpartien bekannt. Doch auch am letzten Spieltag gab es noch die ein oder andere Überraschung in der Hockeyliga, so gewann der HTHC gegen Köln, Berlin setzte sich beim UHC durch und Alster behauptete sich deutlich gegen den MHC.

Düsseldorf gegen Harvestehude, Mannheim gegen Mülheim, UHC gegen Köln und Alster gegen BHC lauten die vier Paarungen im Kampf um die begehrten Tickets für das Final Four am 8./9. Mai in Mannheim. In den Playdowns messen sich die Aufsteiger Rüsselsheim und Großflottbek sowie München und die Zehlendorfer Wespen.

In der Staffel A hatte sich der Mannheimer HC bereits am Samstag die Tabellenführung durch ein 1:0 beim Schlusslicht Großflottbek gesichert. Das einzige Tor des Spiels erzielte Isabella Schmidt direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit. Folglich war das Ergebnis der Sonntagspartie beim Club an der Alster für die Tabellenposition des MHC nicht mehr relevant. Der deutsche Meister hingegen konnte mit einem Sieg noch auf Tabellenplatz zwei vorrücken und sich damit das Heimrecht im Viertelfinale sichern. Die Hamburgerinnen knüpfen somit an ihre starke Vorstellung vom 5:0-Sieg am Samstag gegen München an und besiegten den MHC mit 3:0.

Da Rot-Weiss Köln überraschend mit 2:3 beim Harvestehuder THC verlor, zog Alster tatsächlich in der Tabelle noch an den Domstädterinnen vorbei und genießt nun Heimrecht im Viertelfinale gegen den BHC. Dabei hatte Köln bereits mit 2:0 geführt, aber der HTHC drehte die Partie noch dank Toren von Isabel von Gersum, Lara Bucholski und ein Eckentreffer von Laura Saenger. Während der HTHC schon vor dem Spiel als Vierter der Gruppe A feststand, rutschte Köln nun auf Platz drei ab. Damit müssen die Rot-Weissen nun im Viertelfinale gegen den UHC Hamburg antreten.

In der Staffel B gewann der Spitzenreiter Düsseldorfer HC mit 3:2 im Rhein-Ruhr-Derby gegen Uhlenhorst Mülheim. Damit war dem Team von Coach Nico Sussenburger die Tabellenführung nicht mehr zu nehmen. Dabei hatten die Gäste aus Mülheim den besseren Start erwischt und auch mit 2:0 geführt. Düsseldorf glich durch einen Doppelschlag von Emma Heßler und Lilly Stoffelsma aber noch vor der Halbzeitpause zum 2:2 aus. Den 3:2-Siegtreffer markierte dann erneut Heßler mit einem weiteren Eckentreffer im Schlussabschnitt.

Überraschend unterlag der Verfolger UHC Hamburg daheim mit 1:2 gegen den Berliner HC. Die Gastgeberinnen waren über weite Strecken drückend überlegen, konnten jedoch die Nationaltorhüterin Anna Kilian im Berliner Kasten nur einmal überwinden. Die Nachlässigkeit in der Chancenverwertung rächte sich dann in den Schussminuten, als Linnea Weidemann in der 59. Minute mit ihrem zweiten Eckentor zum 2:1 für den BHC traf. Während der UHC unverändert auf Platz zwei bleibt, profitierten die Berlinerinnen von der Mülheimer Niederlage und rückten dank des besseren Torverhältnisses noch auf Rang drei vor. Mülheim muss sich als Tabellenvierter nun im Viertelfinale gegen den Endrunden-Gastgeber MHC behaupten.

Eine starke Leistung zum Ende der Vorrunde zeigte auch der Rüsselsheimer RK. Der Aufsteiger gewann am Samstag verdient mit 1:0 gegen den BHC und schoss sich am Sonntag mit einem 8:0-Kantersieg gegen die Wespen auf die Playdowns ein. Treffsicherste Rüsselsheimerin war Celina Hocks mit drei Toren. Bereits vor dem Wochenende hatte festgestanden, dass der RRK in den Relegationsspielen gegen Großflottbek Heimrecht genießen wird.

Heimrecht im zweiten Playdown-Spiel hat der Münchner SC, der die Vorrunde mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Großflottbek beendete. Der MSC geht auch als Favorit in die k.o.-Duelle mit den Wespen, die nun fünf Spiele in Serie schon keinen eigenen Treffer mehr erzielt haben. Allein an diesem Wochenende kassierten die Berlinerinnen 15 Gegentore. Vor dem 0:8 in Rüsselsheim hatten die Wespen am Samstag mit 0:7 beim UHC verloren. Allein vier Tore gingen auf das Konto von Nationalspielerin Lena Micheel.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf