Der CHTC peilt den sofortigen Wiederaufstieg an

03.05.21

Als am Sonntag-Nachmittag um 14:45 Uhr der Abstieg aus der Feldhockey- Bundesliga für den Crefelder HTC feststand, flossen auch einige Tränen. Spieler, Trainer und Betreuer saßen und standen mit hängenden Köpfen auf dem Kunstrasen und suchten nach Gründen, warum der Klassenerhalt gegen den Nürnberger HTC am Ende nicht funktioniert hat. Zwei Mal hatte man gut gespielt um dann gegen Ende der Begegnungen doch noch in Schwierigkeiten zu geraten.

Am Samstag wurde in den letzten zwei Minuten aus einer 3:0-Führung noch ein knapper, aber verdienter 3:2-Erfolg. Im alles entscheidenden Spiel am Sonntag führte Krefeld durch einen Ecken-Treffer von Phillip Jansen in der 20. Spielminute knapp mit 1:0-Toren, ehe in der 56. Minute Dario Benke - ebenfalls per Ecke - der 1:1.-Ausgleich gelang.In den verbleibenden ca. vier Spielminuten entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, bei dem vor allem der Crefelder HTC das zweite Tor auf der Kelle hatte. Doch immer wieder war Schluss beim stark spielenden Nürnberger Torhüter Steffen König, der mit starken Paraden bei drei Krefelder Ecken sein Team ins Penaltyschießen rettete (57.).

Hier trafen Christopher Wesley, Frederic Wolff, Dario Benke (vom Siebenmeterpunkt) und Maximilian Jordan (Jon Mechthold verschoss) für die Gäste, während auf Seiten des CHTC Jonathan Ehling und Lucas Bachmann erfolgreich waren, Linus Michler und Oskar Deecke aber scheiterten. Auffallend war, dass die Krefelder zweimal in den letzten Minuten der Playdown- Serie in die Bredouille kamen und zwar immer dann, als die Nürnberger ihren Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler ausgewechselt hatten. „Das war schon auffallend, wie viele Tore für das jeweilige Team gefallen ist, das mit einem Feldspieler mehr auf dem Platz war“, sagt Krefelds Trainer Ronan Gormley. „Wir waren in Nürnberg ohne Keeper zwei Mal erfolgreich und die Nürnberger haben alle eigenen Treffer so erzielt“.

Natürlich hatte CHTC-Coach Ronan Gormley seine Mannschaft gewarnt, dass ein Team ohne Goalie mit dem Rücken zur Wand steht, und deshalb „mit einer großen Portion Extra-Energie ausgestattet ist. Wir haben in diesen entscheidenden Minuten nicht genug dagegen halten können“, so Ronan Gormley weiter. Auch mit fast 24 Stunden Abstand hat Krefelds Trainer Ronan Gormley den Abstieg in die zweite Liga noch nicht verdaut. „Es war ein schwieriger Tag gestern für uns alle und wir haben uns eigentlich nichts vorzuwerfen. Sport kann so gemein sein. Wir haben gut performed und lediglich nur zu wenige Tore geschossen“.

Einen Plan B in Sachen Saison-Vorbereitung für die zweite Liga hat Trainer Ronan Gormley noch nicht in der Schreibtisch-Schublade im Trainerbüro liegen. „Darüber haben wir nicht nachgedacht. Wir beginnen damit in den nächsten Tagen und werden über ein erstes Konzept in Richtung zweite Liga nachdenken“, sagt Ronan Gormley. „Ich sehe übrigens keine so großen Unterschied zwischen erster und zweiter Liga. Wichtig ist , dass wir uns weiter entwickeln und den Teamgedanken noch stärker betonen“.

Der Abstieg war im Jahr 2000, im Jahr 2001 der direkte Wiederaufstieg, 2003 Deutscher
Vizemeister im Final Four in HH, und dann 2006 Deutscher Meister und 2007 Europapokalsieger
und Deutscher Hallenmeister. Vor 21 Jahren, also zur Jahrtausendwende, ist zum letzten Mal ein
CHTC-Team in die 2. Bundesliga abgestiegen und hat nach einer Zweitliga-Saison schon wieder
Erstliga-Luft schnuppern dürfen. Danach begann die erfolgreichste Ära des Crefelder HTC:
2003 Deutscher Vizemeister im Final Four in Hamburg, 2006 Deutscher Meister und 2007
Europapokalsieger und Deutscher Hallenmeister. „Das war schon eine unglaubliche
Erfolgsgeschichte. Die zu wiederholen wird kaum möglich sein, aber wir werden uns bemühen“,
lächelt Ronan Gormley.

Die Krefelder Torschützen vom Wochenende gegen Nürnberg:
Samstag, 1. Mai – Timo Kossol (1 KE), Mats Westphal (43 KE/52)
Sonntag, 2 Mai - Lucas Bachmann (10)

Text & Bild: Presseinformation CHTC