Alster bleibt vorn, HTHC überrascht gegen Köln

02.10.21

Die Damen vom Club an der Alster haben ihre Tabellenführung in der Staffel B mit einem 3:0 beim Münchner SC behauptet. Erster Verfolger bleibt der Mannheimer HC, der sich mit 3:1 gegen Großflottbek durchsetzte. Für eine Überraschung in der Hockeyliga sorgte am Samstag der Harvestehuder THC mit seinem 4:3-Erfolg gegen Köln. Der Berliner HC gewann souverän mit 5:0 gegen den Aufsteiger Club Raffelberg.

In der Staffel B bleiben Alster und MHC weiterhin unbesiegt. Die Hanseatinnen führten in München zur Pause mit 1:0 dank eines Treffers von Carlotta Sippel. In der zweite n Halbzeit legten Katharina Kirschbaum und Hanna Granitzki (Foto) jeweils per Strafecke zum 3:0-Endstand nach. Damit behält Alster seinen Ein-Punkte-Vorsprung auf Verfolger MHC, der ebenfalls gewann, aber noch eine Partie weniger auf dem Konto hat.

Dabei gestalteten die Gäste aus Großflottbek die Begegnung am Neckarkanal lange offen. Erst nahezu mit dem Halbzeitpfiff gelang Charlotte Gestenhöfer das erlösende 1:0 für die Favoritinnen. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Paulina Niklaus auf 2:0, ehe Großflottbek durch Kaja Hansen verkürzte. Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte Lucina von der Heyde mit einem Eckentor am Ende des dritten Viertels.

Die Überraschung des siebten Spieltages gab es in Hamburg, als der HTHC mit 4:3 gegen Rot-Weiss Köln gewann. Matchwinnerinnen bei Harvestehude war Top-Torjägerin Laura Saenger, die drei Minuten vor dem Ende einen Siebenmeter zum Siegtreffer verwandelte. Zuvor hatte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen entwickelt. Neuzugang Maren Kiefer traf zunächst im zweiten Viertel für den HTHC, doch keine zwei Minuten später nutzte Olympionikin Pia Maertens eine Strafecke zum 1:1-Ausgleich.

Im dritten Abschnitt legte Köln vor, ehe Saenger mit ihrem ersten Eckentreffer des Tages das 2:2 besorgte. Im letzten Viertel ließ Maertens erneut die Kölnerinnen jubeln, doch keine 60 Minuten später egalisierte Kiefer zum 3:3. Der Entscheidung war dann Saenger in der Schlussphase per Siebenmeter vorbehalten. Für den HTHC war es nach zunächst zwei Auftaktniederlagen nun schon der fünfte Sieg in Serie.

Bereits am Vormittag hatte der Berliner HC den noch sieglosen Aufsteiger Club Raffelberg mit 5:0 bezwungen. Carlotta Pahlke hatte schon nach wenigen Sekunden zum 1:0 getroffen. Im zweiten Viertel erhöhten Judith Bock per Strafecke sowie Maja Stöcker und Alessa Volkert aus dem Spiel heraus. Für Bock war der Treffer etwas ganz Besonderes, schließlich gelang er gegen ihren Ex-Club, der zudem von ihrer Stiefmutter Susanne Wollschläger trainiert wird. Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte erneut Pahlke fünf Minuten vor dem Ende.

Der BHC erreichte damit sein Sechs-Punkte-Ziel, schließlich hatte der Hauptstadtclub schon am Donnerstagabend das Flutlichtderby gegen den Bezirksrivalen TuS Lichterfelde mit 2:0 gewonnen. Dort hatte Stöcker den BHC bereits in der sechsten Minute in Führung geschossen, ehe Linnea Weidemann nur vier Minuten später per Strafecke erhöhte. Im Anschluss hätten die Favoritinnen sogar noch nachlegen können, ruhten sich aber etwas auf dem frühen Vorsprung aus und verwalteten so die 2:0-Führung bis zum Ende. Dennoch hatte der BHC einen Schrecken zu verkraften, als Malin Stiebitz mit Fingerbruch ausschied. Wann die Kapitänin nach ihrer Operation wieder einsteigen kann, ist noch unklar.

In der Tabelle B festigte der HTHC nun Rang drei mit zwei Punkten Vorsprung auf den BHC, Großflottbek fiel wieder auf Platz fünf zurück. Raffelberg bleibt mit acht Punkten Rückstand auf den GTHGC Schlusslicht. In der Staffel A hatte Spitzenreiter UHC Hamburg aufgrund seiner parallelen EHL-Teilnahme spielfrei. Meister Düsseldorf trifft erst am Sonntag auf TuSLi und kann mit einem Sieg in Berlin die Spitze übernehmen. Köln tritt nach der Niederlage in Hamburg weiter auf der Stelle und bleibt punktgleich mit den spielfreien Mülheimerinnen Dritter. Auch am Tabellenende änderte sich nichts, MSC steht mit vier Punkten Vorsprung weiterhin auf Platz fünf vor Schlusslicht Lichterfelde.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf