2. BL Herren: Erste Siege für SW Köln und THK Rissen

02.10.21

Für alles gibt es ein erstes Mal: Schwarz-Weiß Köln und THK Rissen (Foto) feierten am Samstag in der 2. Bundesliga Herren ihre ersten Saisonsiege, und der Münchner SC bekam die ersten Flecken auf der bisher weißen Weste.

Erster Punktverlust für den Münchner SC. Der Südfavorit musste sich nach fünf Siegen im Heimspiel gegen Blau-Weiss Berlin mit einem 2:2 (2:1) begnügen. Dabei sah es nach Treffern von Christian Schellinger und Quirin Nahr zum Ende des ersten Viertels noch wie erwartet aus. Aber die Gäste verteidigten danach gut und nutzten ihre wenigen Vorstöße optimal aus. Mark Kopper veredelte die einzigen beiden Ecken der Berliner zum Ausgleich. Das 2:2 verteidigte Blau-Weiss über die letzten zehn Minuten mit großer Leidenschaft. „Berlin hat aus wenig ganz viel gemacht, und wir aus viel Aufwand heute ganz wenig“, vermisste MSC-Trainer Patrick Fritsche die nötige Konsequenz bei seinen Mannen, stellte aber beim Blick auf die Tabelle fest: „Wir sind trotzdem immer noch gut auf Kurs.“

Richtig gut drauf ist derzeit die HG Nürnberg. Mit dem 8:2 (3:0) über Schlusslicht Berliner SC gelang den Franken der dritte Sieg in Folge. Tim Kerkhoff (2), Nicolas Vojtech (2), Stephan Frühling, Cedric Nagl, Julian Fuchs und Luis Zenk beteiligten sich für die HGN am munteren Toreschießen, die Gäste konnte durch Christian Franz und Jonas Angrick lediglich einen Zwischenspurt vom 0:3 zum 2:3 einlegen.

Die Stuttgarter Kickers festigten mit dem 3:1 (2:0) über die Zehlendorfer Wespen ihren zweiten Platz im Süden. Lucca Epple und Wolf Wittmund sorgten für die Pausenführung, danach verkürzte Norman Buß für die Berliner, ehe Anton Boomes acht Minuten vor Ende den HTC-Sieg sicherte. Der HC Ludwigsburg drehte 0:2- und 1:3-Rückstände gegen TuS Lichterfelde zur 4:3-Führung um. Nicolas Vogt, Florian Bauer, Philip Bleibaum und Bruno Laumann trafen für die in der zweiten Hälfte aufdrehenden Gastgeber, doch der Sieg war das nicht, denn die Berliner glichen in einem wilden Schlagabtausch noch eine Minute vor Schluss zum 4:4 (0:2)-Endstand aus. Fabian Posselt, Luke Cornish, Yannis Szymanski und Maurice Kirchner trafen für TuSLi.

Einen klassischen Fehlstart (0:1 in der 1. Minute) drehte Nord-Spitzenreiter Crefelder HTC gegen DSD Düsseldorf noch zum 2:1-Heimsieg um. Nicolas Acosta unmittelbar vor der Halbzeitpause und Philipp Jansen zum Ende des dritten Viertels trafen für die Platzherren, den Gästen brachte der Traumstart durch Daniele Cioli letztlich nichts. Auch wenn der Großflottbeker THGC weiterhin ungeschlagen ist, vergrößert sich der Abstand der Hanseaten auf Platz eins weiter. Bei Blau-Weiß Köln glich der GTHGC durch Maximilian Baumgardt und Vincent Riemenschneider jeweils Führungen der Gastgeber von Moritz Bongenberg und Jan-Marco Montag zum 2:2 (2:1)-Endstand aus. Für Flottbek war es das dritte Unentschieden im sechsten Spiel.

Ein „überlebenswichtiger erster Sieg“, so Teammanager Tim Aichinger, gelang Schwarz-Weiß Köln gegen den DHC Hannover. Sebastian Lehrke (2), Bela Mayer und Philip Wenzel führten die Hausherren zum 4:0, ehe Robert Stünkel und Christian Bati die Niedersachsen in den letzten drei Minuten noch einmal heranbrachten. Das 4:2 (2:0) sah Aichinger aber vor allem als Verdienst von SW-Torwart Paul Freund, der alle zehn Strafecken der Niedersachsen entschärfte: „Paul hat wieder einmal toll gehalten.“

Der Marienburger SC wähnte sich im Heimspiel gegen Klipper Hamburg auf dem Weg zum nächsten Sieg. Moritz Wierlemann hatte im zweiten Viertel das schnelle 0:1 (Daniel von Drachenfels) zur 2:1-Pausenführung gedreht. Das Resultat hielt sich bis in die Schlussphase, ehe Leon Bernstein und Peter Kohl den Hanseaten noch den 3:2-Erfolg bescherten. Wechselnde Führungen gab es auch zwischen Neuss und Gladbach. Gastgeber Schwarz-Weiß legte durch Krystian Sudol und Finn LangHeinreich ein 2:0 vor, ehe die Cassiem-Brüder Abdud und Mustaphaa für den GHTC zum 2:2-Pausenstand antworteten. Acht Minuten vor Schluss brachte Abdud Cassiem mit einem raffinierten Heber fast von der Grundlinie die Gladbacher erstmals in Führung, ehe der Neusser Routinier Ivo Otto seinen Mannen knapp drei Minuten vor Schluss mit dem 3:3 wenigstens noch einen Punkt rettete.

Im Duell der beiden noch sieglosen Teams ging der THK Rissen als 2:1 (1:0)-Sieger beim Bonner THV vom Platz. Philip Weber und Niklas Kling trafen für die Hamburger, Ole Henke hatte für den Aufsteiger aus dem Westen ausgeglichen. Das Tabellenloch zum Mittelfeldanschluss nimmt für Bonn langsam eine gefährliche Größe an.

Foto: THK Rissen