2. BL Damen: Mannheim gewinnt Spitzenspiel, Sprink mit geglücktem Einstand

10.10.21

Die Zehlendorfer Wespen fahren zwar als Süd-Tabellenführer zurück nach Berlin, doch jubeln durfte am Sonntag der TSV Mannheim, der das Spitzenspiel der 2. Bundesliga Damen mit 2:0 gegen die Wespen für sich entschied. Bei TuS Obermenzing (Foto) feierte die zur Cheftrainerin beförderte Sarah Sprink einen gelungenen Einstand.

Von einem „geilen Spiel“ sprach TSV-Trainer Carsten-Felix Müller hinterher. Beide Teams präsentierten sich stark und auf Augenhöhe. Die Entscheidung fiel im dritten Viertel, als Mannheim durch Tara Duus per Ecke in Führung ging und drei Minuten später Lydia Bechtold-Haase das 2:0 nachlegte. Zehlendorfs Bemühungen, noch einmal zurück ins Spiel zu kommen, wehrten die Gastgeberinnen erfolgreich ab. „Die Eckendefense hat heute den Unterschied ausgemacht“, sah Müller vier von seinem Team stark abgelaufene Wespen-Ecken. Nach der „besten Saisonleistung zum richtigen Zeitpunkt“ konnte Mannheim nach Punkten zu Zehlendorf aufschließen und hat dabei ein Spiel weniger bestritten.

Seine Verfolgerposition als Tabellendritter festigte der Rüsselsheimer RK mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg über den Bietigheimer HTC. Zwei Eckentore, in der Anfangsphase jeder Halbzeit durch Pauline Heinz und Mara Bentscheck erzielt, führten den RRK auf die Siegerstraße. Blau-Weiss Berlin nahm beim Feudenheimer HC mit 3:2 (1:2) die Punkte mit. Die Mannhimer Gastgeberinnen hatten das Berliner 0:1 (Annika Groß) durch Denise Hechler und Luisa Höfling-Conradi in eine Führung umgedreht, doch nach der Pause erfolgte durch Svenja Liebig und zwei Minuten vor Schluss Katharina Anthes die erneute Wende. Mit dem Sieg überholte Blau-Weiss den Konkurrenten in der Tabelle.

Beim 1:1-Unentschieden zwischen ATV Leipzig und HG Nürnberg fielen die beiden Tore innerhalb von zwei Spielminuten zum Ende des ersten Viertels. Cosima Rocktäschel hatte den ATV in Führung gebracht, Emelie Haas glich für die Gäste umgehend aus. Der gewonnene Punkt bringt beide Teams nicht groß raus aus dem Tabellenkeller. Das nutzte TuS Obermenzing, um mit einem klaren 4:0 (2:0) beim Schlusslicht TSV Schott Mainz Anschluss an Leipzig und die HGN zu gewinnen. Für die neue TuS-Trainerin Sarah Sprink war es ein gelungener Einstand, nachdem unter der Woche der bisherige Cheftrainer Bastiaan Schuil aus der Verantwortung genommen wurde. Céline Marquet, Lara Bittel, Theresa Goßler und Ulrike Meyer-Lindemann trafen für die Münchnerinnen.

In der Nord-Gruppe verpasste Bonn die Chance, sich deutlich näher an den spielfreien Spitzenreiter Bremer HC heranzuarbeiten. Von sechs möglichen Punkten am Wochenende hatte der BTHV am Ende nur einen in der Tasche. Nach dem 1:1 am Samstag beim Nachholspiel in Heimfeld verloren die Bonnerinnen am Sonntag beim Crefelder HTC mit 0:1. Julia Tondorf sorgte zu Beginn des Schlussviertels mit ihrem Tor für die Entscheidung.

Die TG Heimfeld holte noch ein zweites 1:1 am Wochenende. Bei Eintracht Braunschweig kam es zu der Punkteteilung, nachdem Heimfeld noch mit einer 1:0-Führung nach dem Tor von Pippo Bahr in die Pause gegangen war. Emely Vysoudil schoss den Ausgleich, trotzdem bringt der eine Punkt Braunschweig nicht sehr aus dem Tabellenkeller. Im Mittelfeldduell zwischen Blau-Weiß Köln und Klipper Hamburg fiel die Entscheidung drei Minuten vor Schluss durch ein Eckentor von Katharina Pillok zum 2:1 zugunsten der Gastgeberinnen. Köln war auch durch Janice Thoma in Führung gegangen, ehe Eileen Mävers für Klipper noch vor der Pause ausgeglichen hatte.

Auch im achten Spiel reichte es für ETUF Essen nicht zum ersten Punkt. Beim 2:3 (0:1) gegen DSD Düsseldorf glichen Anna-Sabrina Grüner und Annika Witte zwei Gästeführungen aus. Doch auf das DSD-Eckentor in der letzten Spielminute konnte keine Antwort mehr erfolgen.

Foto: TuS Obermenzing