2.BL Damen: Bremen zieht weg, Wechselspiele im Süden

19.09.21

Klare Tendenz im Norden, Bäumchen-wechsel-dich im Süden – so sieht es an den Tabellenspitzen in der 2. Bundesliga Damen aus. Während der Bremer HC in der Nord-Gruppe mit dem vierten Sieg seinen Vorsprung auf die Konkurrenz auf fünf Punkte ausgebaut hat, musste der Rüsselsheimer RK in der Süd-Gruppe die am Vortag errungene Führung gleich wieder an die Zehlendorfer Wespen abgeben.

„Das war ein kleiner Meilenstein mit den sechs Punkten im Westen“, rieb sich Bremens Trainer Martin Schultze zufrieden die Hände. Sein BHC-Team fuhr nach dem 1:0 in Bonn mit dem 2:0-Erfolg beim Crefelder HTC einen weiteren Dreier ein. Die Bremerinnen sind als einziger Bundesligist noch ohne Gegentor. Viel zu tun hatte Torfrau Chanal Bausch (Foto) aber weder in Bonn noch heute in Krefeld. „Erst im letzten Viertel, als bei uns die Beine ein bisschen müder wurde, kam der CHTC noch zu zwei Ecken“, sah Schultze sein Team in der Defensive kaum gefordert. Schon in der ersten Halbzeit legte Nachwuchsjuwel Lena Frerichs mit ihren zwei Toren den Grundstein zum verdienten Erfolg des Aufstiegsfavoriten. „Die Zwischenbilanz ist positiv, aber wir lehnen uns aber sicher nicht zufrieden zurück“, wird Martin Schultze sein Team weiter antreiben.

Der am Vortag von Bremen noch geschlagene Bonner THV schlug am Sonntag ETUF Essen mit 2:0. Nach der Pause trafen Laura Welsing und Kyra Angerer für die Gastgeberinnen. Torlos 0:0 endete die Partie zwischen dem Hamburger Polo Club und Eintracht Braunschweig. Weitere Punkteteilungen gab es in den Spielen Köln gegen Düsseldorf (1:1) und Klipper gegen Heimfeld (2:2). Blau-Weiß war im Westduell durch Katrin Schawohl vor der Pause in Führung gegangen, kassierte aber mit Ende des dritten Viertels noch den Ausgleich durch DSD-Spielerin Carla Knippschild. Beim Hamburg-Derby führte Klipper durch Sophie Voigt und Luisa Lübbersmeyer zwei Mal, die TGH konnte durch Pippa Bahr und Paula Seit aber schnell antworten. Bereits nach 18 Minuten waren alle vier Treffer gefallen.

In der Süd-Gruppe kassierte Erstligaabsteiger Rüsselsheim eine überraschende 2:5-Heimniederlage gegen den Nürnberger HTC. Katharina Köhler und Lilly Paschek hatten die Gäste in Führung gebracht, Carla Anagnostou brachte den RRK bis zur Halbzeit auf 1:2 heran, doch Nürnberg erhöhte danach durch Julia Nicklas zum 1:3. Auf den zweiten Rüsselsheimer Treffer durch Lea Schopper antwortete der NHTC mit einem Doppelschlag von Nicklas und Paschek zum deutlichen Endstand. Mit ihrem dritten Sieg in Folge haben die Fränkinnen auch nach Punkten zur Spitze aufgeschlossen.

Und den RRK kostete die Niederlage auch noch die Tabellenführung, welche sich die Zehlendorfer Wespen zurückholten. Die Berlinerinnen beglichen ihren Frust von der 0:1-Niefderlage gegen Bietigheim durch ein 4:0 (1:0) über TuS Obermenzing. Mireia Garcia Lozano, Friederike Krause, Fernanda Villagran und Emily Gesch trafen für die wie am Vortag ohne Nationalspielerin Charlotte Stapenhorst (familiär verhindert) spielenden Wespen. Obermenzing bleibt punktlos wie Mainz am Tabellenende. Das Schott-Team konnte sich beim 1:5 (1:1) gegen HG Nürnberg wenigstens über sein erstes Saisontor freuen. Die frühe Führung durch Aline Bessling hielt bis kurz vor die Halbzeitpause, ehe Jule Reimold für die Gäste ausglich und die HGN danach auch in Führung schoss. Emelie Haas (2) und Esther Zagorski führten die Fränkinnen noch zum hohen Auswärtssieg.

Durch das 0:0 beim TC Blau-Weiss Berlin büßte der Bietigheimer HTC zwar seine ersten Zähler ein, durfte aber mit einer starken Vier-Punkte-Ausbeute die Heimreise ins Schwabenland antreten und ist neben dem TSV Mannheim Hockey das einzige Süd-Team ohne Niederlage. Die Mannheimerinnen haben sogar noch eine völlig weiße Weste. Beim 4:0-Heimsieg über den ATV Leipzig sorgten Violetta Klein und Laura Pfaff für die Halbzeitführung, die Antje Klein mit zwei verwandelten Ecken zum 4:0-Endstand noch ausbaute. Dass Mannheim trotz drei Siegen und drei Spielen nur auf dem vierten Platz steht, hat alleine mit den weniger bestrittenen Spielen zu tun.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Axel Kaste